Website für ein Bauunternehmen: was sie zeigen muss.
Wer ein Haus bauen lässt, ein Quartier entwickelt oder eine Fassade sanieren muss, sieht sich zuerst die Website des Bauunternehmens an. Nach zwei Minuten sollte er drei Dinge wissen: ob die Firma Projekte wie seines baut, ob man sich auf ihre Termine und Preise verlassen kann und wen er anruft. Hier steht, was eine Website dafür zeigen muss, am Beispiel der Seite, die ich für Diker in Berlin gestaltet habe.
Für wen Sie bauen, gleich oben
Ein Bauunternehmen hat selten nur eine Art Kunde. Bei Diker sind es vier: private Bauherren, Investoren und Entwickler, Gewerbe und Büro, Hausverwaltungen. Jeder fragt etwas anderes, und die Website antwortet gleich unter der Überschrift „Vom Einfamilienhaus bis zum Quartier.“ Jede Gruppe bekommt eine Zeile, die ihre größte Sorge aufnimmt: „Ihr Haus ohne Baustellenstress“ für Bauherren, „Sanieren, während die Mieter wohnen“ für Hausverwaltungen.
So muss niemand erst suchen, ob er hier richtig ist, und jede Gruppe kommt direkt zu den Leistungen und Projekten, die für sie zählen.
Projekte mit den Zahlen, nach denen gefragt wird
Fotos allein überzeugen keinen Bauherrn. Er will wissen, wie lange gebaut wurde und ob der Preis gehalten hat. Deshalb zeigt jedes Projekt auf der Website von Diker eine kleine Statuskarte: bei fertigen Bauten die Bauzeit und die Zahl der Nachträge zum Festpreis, bei laufenden den Baufortschritt und den geplanten Bezug.
Diese zwei, drei Zahlen sagen mehr über Zuverlässigkeit als jeder Satz. Wer sie zeigt, wirkt sicher. Wer sie weglässt, lässt den Kunden raten.
Ruhige Bilder statt Baustellenchaos
Fotos mit Gerüst, Schutt und Kabeln zeigen Arbeit, aber nicht das Ergebnis. Für Diker hält sich die Bildsprache an weiße Wände, einen hellen Himmel und Farbe an genau einer Stelle, einer Fensternische oder einer Haustür. Das wirkt aufgeräumt, und aufgeräumt ist genau das, was man sich von einer Baustelle wünscht.

Leistungen in den Worten der Kunden
Neubau, Sanierung, Genehmigung, Rohbau, Innenausbau, Bauleitung: So suchen Bauherren, und so sollten die Leistungen heißen, nicht „Komplettlösungen“ oder „Kompetenzfelder“. Jede Leistung bekommt eine eigene kurze Seite mit passenden Projekten. Das hilft dem Besucher, und es hilft Google, die Firma bei genau diesen Suchen zu zeigen.
Ein Ansprechpartner und ein Weg zur Anfrage
„Planung, Bau und Bauleitung aus einer Unternehmensgruppe. Sie haben einen Ansprechpartner für das ganze Projekt.“ Dieser Satz steht bei Diker direkt unter der Überschrift, weil viele Bauherren genau das befürchten: fünf Firmen und niemand ist zuständig.
Der Knopf „Projekt anfragen“ steht auf jeder Seite oben rechts, und das Formular fragt nur, was für ein erstes Gespräch nötig ist. Bestehende Kunden finden daneben ihr Kundenportal.
Schnell auf dem Handy und selbst zu pflegen
Viele sehen sich die Seite auf der Baustelle oder unterwegs an, also muss sie auf dem Handy schnell laden und gut lesbar sein. Und das Büro sollte neue Projekte selbst einstellen können. Sonst bleibt die Referenzliste auf dem Stand von vor drei Jahren.
Das Zeichen muss auch draußen funktionieren
Die meisten Menschen sehen ein Bauunternehmen nicht online, sondern auf dem Bauzaun, dem Bagger oder dem Helm. Dort ist eine Wortmarke oft zu klein. Das Zeichen von Diker aus gestapelten Dachschrägen steht auch allein, und die Website nimmt dieselben Farben auf, sodass Bauschild und Startseite zusammengehören.

Am Ende ist eine gute Website für ein Bauunternehmen eine Referenzmappe, die jeder jederzeit aufschlagen kann, mit einem klaren Weg zum ersten Gespräch.
